DRSC Logo

 

 

Organisation und Ziele

 

 

1 Überblick
2 Das DRSC
2.1 Allgemeines
2.2 Die Ziele des DRSC
2.3 Die Organe und Gremien des DRSC
2.3.1 Die Mitgliederversammlung
2.3.2 Der Verwaltungsrat
2.3.3 Der Nominierungsausschuss
2.3.4 Das Präsidium
2.3.5 IFRS- und HGB-Fachausschuss
2.3.6 Der Wissenschaftsbeirat





1. Überblick

Im November 1995 verabschiedete die EU-Kommission ihre Rechnungslegungsstrategie und stellte damit die Weichen für die künftige Rechnungslegung in Europa. Dabei ist das erklärte Ziel, einen wettbewerbsfähigen europäischen Kapitalmarkt zu schaffen. Im Rahmen dieser Strategie wurden in den letzten Jahren mehrere Maßnahmen ergriffen und Verlautbarungen veröffentlicht.

Die zunehmende Bedeutung der internationalen Kapitalmärkte für deutsche Unternehmen und Konzerne veranlasste bereits 1998 den deutschen Gesetzgeber, Möglichkeiten für eine stärkere Annäherung der deutschen Rechnungslegungsvorschriften an die internationalen Grundsätze zu eröffnen. Um eine größere Flexibilität für die Weiterentwicklung der Rechnungslegung und ihre schnellere Anpassung an neue Erfordernisse zu gewährleisten, sollte auf Wunsch des Gesetzgebers ein privates, mit unabhängigen Fachleuten besetztes Gremium tätig werden. Damit sollte die Entwicklung der Rechnungslegungsgrundsätze als Selbstverwaltungsaufgabe durch einen unabhängigen Standardsetzer vorangetrieben werden. § 342 HGB stellt die gesetzliche Grundlage für eine solche Einrichtung dar.

Als nationale Standardisierungsorganisation wurde das Deutsche Rechnungslegungs Standards Committee (DRSC) geschaffen, das mit Vertrag vom 3. September 1998 durch das Bundesministerium der Justiz (BMJ) als privates Rechnungslegungsgremium im Sinne von § 342 HGB anerkannt wurde. Mit dem Standardisierungsvertrag vom 2. Dezember 2011 wurde der Deutsche Rechnungslegungs Standards Committee e.V. (DRSC) durch das Bundesministerium der Justiz (BMJ) erneut als zuständige Standardisierungsorganisation für Deutschland anerkannt. Im Standardisierungsvertrag verpflichtet sich das DRSC, ein unabhängiges Rechnungslegungsgremium (die Fachausschüsse) vorzuhalten, auf das die Aufgaben nach § 342 Abs. 1 HGB zu übertragen und es zu finanzieren.

 


2. Das DRSC

2.1. Allgemeines

Das Deutsche Rechnungslegungs Standards Committee (DRSC) wurde 1998 als Standardisierungsorganisation geschaffen und ist seitdem Träger der Fachgremien. Das DRSC ist ein eingetragener, selbstlos tätiger Verein mit Sitz in Berlin.

 

 

2.2. Die Ziele des DRSC

Gemäß der Satzung des DRSC verfolgt die Arbeit des Vereins vor allem die folgenden Ziele:

  1. Zweck des Vereins ist im gesamtwirtschaftlichen Interesse

    1. die Entwicklung von Empfehlungen zur Anwendung der Grundsätze über die Konzernrechnungslegung;

    2. die Beratung bei Gesetzgebungsvorhaben auf nationaler und EU-Ebene zu Rechnungslegungsvorschriften;

    3. die Vertretung der Bundesrepublik Deutschland in internationalen Gremien der Rechnungslegung;

    4. die Erarbeitung von Interpretationen der internationalen Rechnungslegungsstandards im Sinne von § 315a Abs. 1 HGB;

    5. die Erhöhung der Qualität der Rechnungslegung;

    6. die Förderung der Forschung und Ausbildung in den vorgenannten Bereichen.

  2. Der Verein dient den satzungsmäßigen Zielen seiner Mitglieder im Rahmen seines Zwecks. Er erfüllt seinen Zweck als Berufsverband für seine Mitglieder.

  3. Der Verein ist selbstlos tätig. Er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Ziele. Die Erlöse aus der Verwertung seiner Arbeit sind nur für die satzungsmäßigen Zwecke zulässig.

  4. Der Verein kann zur Verwirklichung satzungsmäßiger Zwecke und zu deren Förderung wirtschaftliche Geschäftsbetriebe gründen. Er darf auch Mitgliedschaften eingehen und Beteiligungen erwerben.

Seit der Gründung des Vereins 1998 hat sich das Rechnungslegungsumfeld in großem Umfang verändert. Obwohl bereits damals die Globalisierung der Rechnungslegungsvorschriften absehbar war, wurde die Geschwindigkeit, mit der sich dieser Wandel vollzieht, unterschätzt. Vor allem die Entwicklungen auf europäischer Ebene in den letzten Jahren haben dazu geführt, dass sich das Arbeitsprogramm des DRSC stärker den internationalen Aufgaben widmet.

Das DSRC finanziert seine Tätigkeit aus den Mitgliedsbeiträgen und Spenden sowie durch Lizenzvergabe, Veröffentlichungen und sonstige Einnahmen.

 


2.3. Die Organe und Gremien des DRSC

2.3.1 Die Mitgliederversammlung


Die Mitgliederversammlung, die einmal jährlich stattfindet, beschließt unter anderem über die Wahl, Abberufung und Entlastung der Mitglieder des Verwaltungsrats und des Nominierungsausschusses, die Festsetzung der Höhe des Jahresbeitrags, den Wirtschaftsplan, die Feststellung des Jahresabschlusses sowie über Satzungsänderungen.

Mitglied des Vereins kann jede juristische Person und jede Personenvereinigung werden, die der gesetzlichen Pflicht zur Rechnungslegung unterliegt oder sich mit der Rechnungslegung befasst. Da die Mitgliederstruktur im gesamtwirtschaftlichen Interesse die unterschiedlichen Belange der an der Rechnungslegung Beteiligten repräsentieren soll, wird jedes Mitglied einem der folgenden Segmente zugeordnet:

  • kapitalmarktorientierte Industrieunternehmen und Verbände (Segment „A“);

  • nichtkapitalmarktorientierte Industrieunternehmen und Verbände (Segment „B“);

  • Banken und Verbände (Segment „C“);

  • Versicherungen und Verbände (Segment „D“);

  • Wirtschaftsprüfung und Verbände (Segment „E“)

 

2.3.2 Der Verwaltungsrat

Der Verwaltungsrat hat 20 Mitglieder, die für die Dauer von drei Jahren von der Mitgliederversammlung gewählt werden.

Die Mitglieder des Verwaltungsrates werden nach Segmenten gewählt. Von den Personalvorschlägen des Segmentes A sind die zehn Personen gewählt, die von den Personalvorschlägen dieses Segments die meisten Stimmen der Mitgliederversammlung erhalten. Dies gilt entsprechend für die Segmente B und D mit der Maßgabe, dass jeweils die zwei Personen mit den meisten Stimmen der Mitgliederversammlung gewählt sind, für die Segmente C und E mit der Maßgabe, dass die drei Personen mit den meisten Stimmen der Mitgliederversammlung gewählt sind.

Der Verwaltungsrat legt unter Berücksichtigung des gesamtwirtschaftlichen Interesses die Grundsätze und Leitlinien für die Arbeit des Vereins, insbesondere der Fachausschüsse und des Präsidiums fest. Er wählt die Mitglieder der Fachausschüsse; er bestellt, berät und überwacht das Präsidium.


2.3.3 Der Nominierungsausschuss

Der Nominierungsausschuss hat sieben Mitglieder, die von der Mitgliederversammlung gewählt werden. Er hat mindestens je einen Vertreter der Segmente (§ 4 Abs. 1), soweit mindestens ein Mitglied dem jeweiligen Segment zugeordnet ist. Die Mitglieder werden für jeweils drei Jahre von der Mitgliederversammlung gewählt.

Der Nominierungsausschuss unterbreitet dem Verwaltungsrat Vorschläge für die Wahl der Mitglieder des Präsidiums und der Fachausschüsse.

 


2.4.4 Das Präsidium

Das Präsidium besteht aus dem Präsidenten und dem Vizepräsidenten. Die Mitglieder des Präsidiums werden vom Verwaltungsrat auf Vorschlag des Nominierungsausschusses für drei Jahre gewählt

Das Präsidium führt die Geschäfte des Vereins. Der Präsident und der Vizepräsident vertreten den Verein und die Fachausschüsse und deren Arbeit nach außen. Sie sind die gesetzlichen Vertreter des Vereins gemäß § 26 BGB.

 


2.4.5 IFRS- und HGB-Fachausschuss

Der IFRS- und der HGB-Fachausschuss bestehen aus jeweils sieben Mitgliedern, die über besondere Fachkompetenz und Erfahrung auf dem Gebiet der Rechnungslegung verfügen. Sie üben ihre ehrenamtliche Tätigkeit unter Berücksichtigung der vom Verwaltungsrat festgestellten Grundsätze und Leitlinien unabhängig aus. Die Fachausschüsse werden vom Präsidenten bzw. Vizepräsidenten ohne Stimmrecht geleitet.

Unter Einhaltung eines öffentlichen Konsultationsprozesses erarbeiten die Fachausschüsse, teilweise mit Unterstützung der durch sie eingerichteten Arbeitsgruppen, folgende fachlichen Verlautbarungen:

  • Interpretationen der internationalen Rechnungslegungsstandards im Sinne von § 315a HGB;

  • Rechnungslegungsstandards im Sinne von § 342 HGB;

  • Stellungnahmen gegenüber nationalen und internationalen Adressaten zu Fragen der Rechnungslegung und

  • Diskussionspapiere, sonstige Stellungnahmen und Veröffentlichungen.

 

2.4.6 Wissenschaftsbeirat

Der Verwaltungsrat kann einen Wissenschaftsbeirat einrichten, der, ohne selbst Fachausschuss zu sein, die Fachausschüsse berät.

 

 

Wichtige Dokumente

 

Satzung

 


Copyright © 1999-2021, Deutsches Rechnungslegungs Standards Committee (DRSC) e.V. Alle Rechte vorbehalten.