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Consolidation - Investment Entities

Aktueller Projektstand (24.02.15 / abgeschlossen)
IASB DRSC EU
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  Standard Investment Entities       08/11 10/12 01.01.14   SN-ED (ED/2011/4)    Q1/13 11/13 01.01.14

   
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Projektbeschreibung

Hintergrund

Bisher sind sämtliche Unternehmen (einschließlich Investmentgesellschaften) gemäß IAS 27 zu konsolidieren. Für eine Konsolidierung ausschlaggebend ist das Vorliegen eines Beherrschungsverhältnisses. Das Vorliegen von Beherrschung wird u.a. angenommen, wenn die Muttergesellschaft – entweder direkt oder indirekt über Tochtergesellschaften – über mehr als die Hälfte der Stimmrechte einer Gesellschaft verfügt.

Im Zusammenhang mit dem Aufruf zur Kommentierung von ED 10 – der wie bisher die Konsolidierung von Mehrheitsbeteiligen sämtlicher Unternehmen vorsieht – wurde die Anwendung des Beherrschungsprinzips auf Investmentgesellschaften (Investment Entities) stark kritisiert. Im Rahmen der Redeliberations zu ED 10 wurde dann beschlossen, Gesellschaften – die der Beherrschung von Investmentgesellschaften unterliegen – von der Konsolidierungspflicht auszunehmen. Dieses Teilprojekt zum Thema Konsolidierung wurde gemeinsam mit dem US-amerikanischen Standardsetter FASB durchgeführt.

Kernaussage

Der IASB schlägt in seinem Entwurf vom August 2011 vor, Mehrheitsbeteiligungen – die von einer Investmentgesellschaft gehalten werden – zukünftig erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert auszuweisen. Hiermit soll der Sichtweise Rechnung getragen werden, dass die Konsolidierung ausschließlich zu Investitionszwecken gehaltener Beteiligungen keine entscheidungsnützlichen Informationen generiert und daher in der Praxis oft ignoriert wird.

Diese Ausnahmeregelung ist jedoch nur von Investmentgesellschaften anwendbar, die kumulativ die vom IASB definierten Kriterien erfüllen. Diese betreffen den Gegenstand der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft, den Geschäftszweck, die Art der Beteiligung sowie die Eigentümerstruktur der Investmentgesellschaft, die Zusammenführung der finanziellen Mittel, Bewertung zum und Steuerung nach dem beizulegenden Zeitwert sowie Anforderungen an die Veröffentlichung von Finanzinformationen für die Investoren der Investmentgesellschaft.

Ferner gilt die Ausnahmeregelung nur für Investment Entities. Ein ggf. existierendes Mutterunternehmen der Investmentgesellschaft muss diese Beteiligungen der Investmentgesellschaft konsolidieren, sofern das Mutterunternehmen nicht selbst eine Investment Entity ist. Der sog. roll-up-Ansatz, wonach die Fair-Value-Bewertung vom Mutterunternehmen übernommen wird, ist somit untersagt.

Die Kommentierungsfrist lief (sowohl beim IASB als auch beim FASB) bis zum 5. Januar 2012. Im Februar/März 2012 veranstaltete der IASB darüber hinaus weltweit mehrere Roundtables.

Das gesammelte Feedback wurde im April-Meeting des IASB besprochen. In den Redeliberations wurde die Entscheidung für den entity-approach bestätigt. Zur Bestimmung einer Investment Entity wurde durch den IASB im Mai-Meeting eine neue (gemilderte) Definition entwickelt, zu welcher zusätzliche Faktoren bzw. Kriterien zu berücksichtigen (aber nicht zwingend einzuhalten) sind.

Im Juni-Meeting wurde darüber hinaus festgelegt, dass die einer Investmentgesellschaft übergeordnete Muttergesellschaft - welche selbst keine Investment Entity ist - die Ausnahme von der Konsolidierungspflicht in ihrem Abschluss nicht beibehalten darf. Es ist bei Nicht-Investment Entity-Muttergesellschaften somit kein "roll-up" möglich. Falls die Muttergesellschaft selbst auch eine Investment Entity ist, so ist die Fair Value-Bilanzierung jedoch verpflichtend.

Die Veröffentlichung des finalen Standards erfolgte am 31. Oktober 2012.

Das positive Votum des ARC erfolgte am 17. Juni 2013. Die Übernahme in europäisches Recht (Endorsement) erfolgte am 21. November 2013 mit der Veröffentlichung im EU-Amtsblatt.

Die Änderungen treten für Berichtsperioden beginnend an oder ab dem 1. Januar 2014 in Kraft. Eine freiwillige vorzeitige Anwendung ist gestattet. Somit besteht ein Gleichlauf zwischen dem Erstanwendungszeitpunkt des Investmentgesellschaften-Standards und dem von EFRAG vorgeschlagenen Erstanwendungszeitpunkt für die Konsolidierungsstandards IFRS 10, IFRS 11 und IFRS 12.

 

Nächste Schritte

Der Inhalt und Fortschritt des Entwurfs des Änderungsstandards ED/2014/2 Applying the Consolidation Exception wird auf einer eigenständigen Projektseite dargestellt.

   
 
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Letztes Update: 24.02.2015 13:01:28, zimniok

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